Radiologie, auch als Strahlenkunde bezeichnet, ist eine Wissenschaft der therapeutischen und diagnostischen Nutzung von Röntgenstrahlen, elektromagnetischen Strahlen und mechanischen Wellen. Die Radiologie ist ein Teilgebiet der Medizin und wird unterteilt in Röntgendiagnostik, Radiotherapie und Nuklearmedizin.
1. Röntgendiagnostik
Röntgendiagnostik ist der Sammelbegriff für alle Untersuchungsmethoden anhand von Röntgenstrahlen, durch Röntgenaufnahmen, Röntgendurchleuchtung sowie der Röntgenfunktionsdiagnostik zur Beurteilung der Funktion innerer Organe. Bei einer Röntgenaufnahme handelt es sich um ein Schattenbild, welches bei der Durchstrahlung von Körperteilen und Organen auf einem speziellen Fotofilm entsteht. Dabei werden unterschiedliche Schwärzungsgrade sichtbar, welche auf die unterschiedliche Durchlässigkeit des Gewebes beruhen. Zur Darstellung einer besseren Kontrastaufnahme einer Röntgenaufnahme werden verschiedene technische Varianten verwendet, zum Beispiel eine Kontrastmittelgabe. Keine Kontrastmittel werden verabreicht zum Beispiel bei Röntgen- Thorax (Aufnahme von Herz, Brustkorb, Lunge) und bei der Mammografie. Dagegen werden beispielsweise bei der Lympho-und Angiographie Kontrastmittel verwendet. Das Röntgen gehört zu den bildgebenden Verfahren und erfolgt nach einem genauen Schema in Bezug auf die Lage, Sichtleitung oder Untersuchungsebene.
Eine Röntgendurchleuchtung hingegen ist eine Untersuchung mittels Röntgenbildverstärker und Röntgenstrahlen. Während der Untersuchung ist die Abbildung auf einem Bildschirm ersichtlich. Das Verfahren der Röntgendurchleuchtung erfolgt vor allem bei operativen Eingriffen, beispielsweise Einrichten bei Knochenbrüchen. Die Sonografie(Ultraschalluntersuchung)ist das am häufigsten angewendete Verfahren.
2. Radiotherapie
In den Bereich der Radiologie fällt auch die Radiotherapie. Hierbei handelt es sich um eine Strahlentherapie(Bestrahlung), auch ionisierende Strahlung zur Behandlung von Krankheiten. Die Strahlentherapie wird im Wesentlichen bei Krebserkrankungen durchgeführt. Es wird unterschieden zwischen interner und externer Radiotherapie. Bei einer internen Radiotherapie wird ein Radionuklid in Körperhöhlen oder durch einen operativen Eingriff in das betroffene Gewebe eingesetzt, wobei das erkrankte Gewebe direkt zerstört wird.
Bei einer externen Radiotherapie dagegen erfolgt die Bestrahlung des betroffenen Gewebes von außen zum Beispiel mit Gamma-, Röntgen- oder Elektronenstrahlen. Dieses Verfahren wird hauptsächlich eingesetzt bei bösartigen Tumoren in Verbindung mit einer Chemotherapie und zur Vor-oder Nachbestrahlung einer Operation.
3. Nuklearmedizin
Zu einem weiteren Gebiet der Radiologie zählt die Nuklearmedizin, welche sich auf die diagnostische und therapeutische Anwendung von kurzlebigen Radionukliden spezialisiert hat. Besonders bekannt in der Nuklearmedizin sind die Szintigrafie sowie die Radiojodtherapie. Vorwiegend bei Erkrankungen der Schilddrüse wendet man die Radiojodtherapie an. Es gibt noch nicht für jede Krankheit Arzneimittel und somit kann man nicht alle in einer Apotheke Online bestellen.
Die Szintigrafie gehört zu den nuklearmedizinischen Verfahren zur Darstellung und Untersuchung der inneren Organe. Aufgrund dieser Untersuchungsmethode können Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit des betroffenen Organs gezogen werden.